Endoject – Sichere DMEK Transplantatimplantation

Bisher setzen Ärzte klassische Injektoren für Intraokularlinsen auf eigenes Risiko ein, um das Transplantat während der DMEK zu implantieren. Mit dem in Zusammenarbeit mit Prof. F. Kruse (Erlangen/DE) entwickelten neuen Endoject Injektor haben Chirurgen jetzt Zugang zu einem CE-zugelassenen Injektor, der speziell für diesen Zweck entwickelt wurde.

Vorteile gegenüber Injektion durch Glasrohr

Die Injektion mittels Glasrohr erfordert eine größere Inzision mit allen impliziten Nachteilen. Glasröhren arbeiten nach dem Prinzip des Einspülens. Die hohe Menge an gespülter Flüssigkeit bei der Implantation führt zu einem erhöhten Risiko des Ausspülens nach Implantation. Endoject implantiert Transplantate mittels hydraulischer No-Touch-Technik, ähnlich wie Glasröhren, jedoch ohne die Gefahr des Ausspülens. Zusätzlich erhöht Endoject die Kontrolle bei der Implantation. Transplantate können in vorgegebener Position implantiert werden, wodurch das Entfalten erleichtert wird.

Vergleichbarer niedriger Zellverlust wie bei Implantation mittels Glasrohr

Viele Operateure glauben eine DMEK Transplantatimplantation sei nur mittels Glasröhrchen und berührungslos sicher. Dies konnte ungeachtet vieler vergleichender Studien jedoch bis heute nicht wissenschaftlich belegt werden1. Die Injektion eines DMEK-Transplantats mit Endoject verursacht nur einen vergleichbar geringen Verlust an Endothelzellen wie die Implantation mittels Glasröhrchen2. Der Zellverlust in einer vergleichenden Studie mit Glasröhrschen versus Viscoject 2.2 korrelierte nicht mit dem verwendeten Injektor3. Die für Viscoject 2.2 verwendeten Materialien sind identisch mit denen von Endoject.Bei dem verwendeten Gleitmittel handelt es sich um Körpereigenes Material, welches vollständig metabolisierbar ist. 

Das Material und die Herstellungsmethode der Kartusche ermöglichen die Kartusche dünnwandig herzustellen. Die dünnere Wandstärke im Vergleich zu Glasrohren erlaubt einen kleineren Außendurchmesser bei gleichem Innendurchmesser der Glasrohre.

1 Akbaba Y et al. (2017), "Bubble-in-the-Roll" Technique Using the Endoject DMEK Injector: Influence of the Air Bubble on Endothelial Cell Loss. Cornea 2017 Sept. 8 

2 Roessler K et al. (2014), Experimental evaluation of a novel injector for the implantation of Descemet’s membrane into the anterior chamber during DMEK, ARVO 2014 Poster

Schallhorn et al. (2016), Quantification and Patterns of Endothelial Cell Loss Due to Eye Bank Preparation and Injector Method in Descemet Membrane Endothelial Keratoplasty Tissues. Cornea, 2016 Mar;35(3):377-82.

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